Gut zu wissen

Aktuelles

Nachlese: DBVC Coaching-Kongress 02.–03. November 2018 in Potsdam

    Quo vadis Coaching?
    Das war die Ausgangsfrage, mit der Dr. Christopher Rauen den Kongress einläutete. Nun bin ich schlauer. Vieles ist möglich, alles muss ich nicht haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Computer-Coach hilfreich sein kann. Alles eine Frage der Auflösung, dass unsere Bilder anfangen zu leben. Wenn man sich noch an die gepixelten Bilder eines Ataris erinnern kann, sind heute schon manche HD Auflösungen sehr realitätsnah. Mit der weiteren rasanten Entwicklung von Technik werden uns bald Avatare mit Mimik auf dem Bildschirm zulächeln. Dann ist es denkbar, einen „Sparringspartner“ per Maus-click ins Büro zu zaubern. Ein bisschen „bezaubernde Gini“ könnte uns dann in Lebensfragen Reflexionsraum schaffen. Oder auch nicht! Sie hat wenig Humor, davon geht man jedenfalls aus. Mit Emotionen tut sie sich schwer, sie wird eher bei Logik und Entscheidungen hilfreich sein und damit eher „Ansprechpartnerin“ für strategische Fragestellungen sein. Wenn es aber um hochkomplexe Fragestellungen von Führung geht, macht es den Unterschied sich mit einem echten Menschen auseinander- bzw. zusammenzusetzen. So wird es sehr wahrscheinlich kommen wie oft im Leben: sowohl als auch. Spannend und ein Zugewinn wird die Arbeit in virtuellen Räumen im Therapie-Kontext sein. Sich beispielsweise Angst auslösenden Situationen  auszusetzen scheint gerade zu nahe liegend. Klienten mit Höhenangst können die Treppen des Tetraeders in Bottrop besteigen oder Vogelspinnen streicheln. Flooding virtuell. It works!

    Agilität und new Work wurde anschaulich in Vorträgen und im Austausch. Hier wird es ebenfalls sowohl als auch geben. Das zeigt sich in Führungsfragen. Der Experte und „Zielerreicher“ macht in unterschiedlichen Organisationen/Bereichen Sinn. Aber es werden auch Führungskräfte gefordert sein, die agil denken und handeln. Es geht darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem Mitarbeiter befähigt werden, Ideen zu generieren und es auch „einfach tun“. Das heißt loslassen können und auf den Prozess vertrauen. Experimente und Prototypen sind sexy – nicht das Jahrhundertwerk! Start up Unternehmen lassen grüßen! Neue Kulturen? Gehen Sie raus und schauen Sie sich Kulturen an, wo es funktioniert. Es gäbe noch so viel zu erzählen, gerne bei einer Tasse Tee – und zwar analog mit Duft und Humor. Schauen Sie gerne rein. Das Teewasser kocht…